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  • Amelie

...mir gehts gut! ...i am fine! (english school down)

In den späten 80ern und 90ern hatten wir zu Hause ein TelePHon dessen Kabel mindestens 5 m lang war. Das war überlebenswichtig um mit den Freunden von denen ich mich 30 Minuten zuvor in der Schule verabschiedet hatte ungestört von meinem Zimmer aus kommunizieren zu können. Es war so nachvollziehbar wichtig zu besprechen was an alltäglichen Erlebnissen eines Teenagers alleine an diesem Vormittag bereits passiert war und was das für den folgenden Tag und damit für das ganze Leben für Folgen haben könnte. eine Erleichterung war mein erstes Handy das ich mir als Selbstständige mit 23 Jahren kaufte. Oh mein Gott war das stabil, egal auf wen ich wütend war Eltern, Freund, Freundinnen, jeden Wurf in die Ecke hat es überlebt ohne Spiderapp. (Sogar als es mir bei der Arbeit in die Schlemme fiel, vollkommen unbeschadet). Mit den Jahren hat sich meine Neigung zu telePHonieren verändert. Es wurde mir zu einer Belastung. Zu jeder Zeit von überall aus könnte ich Eltern, Freunde anrufen aber möglicherweise war es genau diese Übermöglichkeit die sich anfühlte als würde sich das imaginäre kilometerlange TelePHonkabel nun um meinen Nacken schnüren. Es war mir einfach zu viel, manche haben das nicht verstanden, vielleicht können sie es jetzt. Ich habe heute mit einer Klientin teleFoniert. Sie ist 80 Jahre alt, mit COPD IV, zählt sie zur höchsten Risikogruppe und daher kann ich im Moment nicht zu ihr kommen um mit ihr zu arbeiten. Obwohl es ihr gerade jetzt so gut tut körperlich und psychisch berührt zu werden. Daher habe ich sie angerufen und dank Handy konnte ich während dem Spaziergang mit meinen Hunden teleFonieren. Wir haben natürlich über Corona geredet, über den Terroranschlag in Wien, über die Gesundheit meiner Kinder, über Schlafprobleme und über die Erfahrungen meiner Schwiegermutter damit. Ich habe ihr angeboten mich jederzeit rund um die Uhr anrufen zu können. Das fühlt sich für mich nicht als Belastung an, es ist jetzt überlebensnotwendig für mich, für eine alte Dame und einen jungen Teenager.


...i am fine! In the late 80s and 90s we had a TelePHon at home with a cable at least 5 meters long. This was vital to communicate with friends, from my room, I had said goodbye to at school 30 minutes earlier. It was so understandably important to talk about the everyday experiences of a teenager that happened that morning and what could be the consequences for the following day and thus for the whole life could be. A relief was my first mobile PHone which I bought as a self-employed person at the age of 23. Oh my god it was stable, no matter who I was angry at parents, boyfriend, girlfriends, every throw into the corner it survived without Spiderapp. (Even when it fell into the slop at work, completely unscathed). Over the years my inclination to telePHoning has changed. It became a burden to me. I could call my parents or friends at any time, from anywhere, but perhaps it was this very possibility that made me feel as if the imaginary mile-long TelePHoning cable was now wrapped around my neck. It was just too much for me, some people didn't understand, maybe they can now. I spoke to a client on the phone today. She is 80 years old, with COPD IV, she is in the highest risk group and therefore I cannot come and work with her at the moment. Although it is so good for her to be touched physically and psychologically right now. So I called her and thanks to my mobile phone I was able to talk to her during the walk with my dogs. Of course we talked about Corona, about the terrorist attack in Vienna, about my children's health, about sleeping problems and about my mother-in-law's experiences with it. I offered her to call me anytime around the clock. This does not feel like a burden to me, it is now essential for my survival, for an old lady and a young teenager.

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